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Eine “suboptimale Momentaufnahme”

12.02.2010 | 6 Kommentare

Für die derzeitige sportliche Situation gibt es viele Worte. Die Suchmaschine Google bot unter anderem interessante Wortkreationen wie „suboptimale Momentaufnahme“ an. Was ich persönlich von der aktuellen Situation halte, lest ihr diese Woche in meinem Blog für Vienna Online.

Hallo liebe Eishockeyfans,

das Kalenderjahr 2010 war für uns bislang alles andere als überragend. Warum das so ist, darüber gehen die Meinungen stark auseinander. Meiner Meinung nach gibt es keinen Hauptgrund, warum es bei uns nicht optimal läuft. Wahrscheinlich sind es mehrere kleine.

Zum einen kommt mir vor, als wären wir im mentalen Bereich im Moment nicht spritzig genug. Als wir viele verletzte Spieler beklagen mussten, waren wir besonders mental gefordert. Die Kleinigkeiten mussten wir auf dem Eis besonders genau erledigen. Wir waren äußerst konzentriert aber gleichzeitig auch locker genug. Jetzt sind alle Spieler wieder fit. Wir versuchen im Moment am Eis unsere Aufgaben zu gut zu erledigen. Es ist die notwendige Lockerheit verloren gegangen, die die Mannschaft benötigt, um erfolgreich spielen zu können. Der Trainer sieht es ähnlich. Wahrscheinlich werden wir in den nächsten Tagen in diesem Bereich verstärkt arbeiten.

Um ein Eishockeyspiel in der Erste Bank Liga zu gewinnen benötigst du neben guten Mitspielern auch eine gewisse Portion Spielglück. Das erste Tor selbst zu erzielen ist in unserer ausgeglichenen Liga taktisch extrem wichtig. Fans und einige Journalisten haben zu mir gesagt, dass wir einiges davon in der Phase mit den vielen Verletzten aufgebraucht hätten. Eine Meinung, die möglicherweise stimmt, aber wir haben uns innerhalb der Mannschaft das Ziel gesetzt, das Spielglück wieder zu erzwingen.

Im Kalenderjahr 2010 scheint das Tor für uns wie vernagelt. Egal wer es ist – wir vergeben zu viele klare Torchancen. Das darf einfach nicht passieren wenn man gewinnen will. In diesem Punkt bin ich sehr selbstkritisch. Ich hätte heuer deutlich mehr Tore erzielen müssen.

Auch wenn es komisch klingt aber auch das Comeback der vielen Verletzten hat uns etwas außer Tritt gebracht. Nach einer Verletzung benötigt ein Eishockeyspieler viele Wettkampfeinsätze auf dem Eis. Training alleine ist zu wenig, um sich wieder an die Intensität eines Eishockeyspiels zu gewöhnen.

Viele Experten haben uns einen Einbruch aufgrund der vielen fehlenden Spieler vorhergesagt. Im Moment haben wir in der Tat eine „suboptimale Momentaufnahme“. Schon im Spiel gegen Red Bull Salzburg waren deutliche Ansätze zu sehen, dass es bei uns bald besser wird. Wir werden in den nächsten Tagen an unserer Defensive verstärkt arbeiten. Dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen.

In Phasen, in denen es sportlich nicht gut läuft, ist der sprichwörtliche sechste Mann besonders wichtig. Unsere Fans haben uns in vielen Spielen großartig unterstützt. Ich bin der Meinung, dass sie ein wichtiger Bestandteil werden um uns aus der Krise zu helfen. Für uns Spieler ist es ein schönes Gefühl viele glückliche Gesichter nach dem Spiel zu sehen. Daher wollen wir auch für unsere Fans die Spiele gewinnen. Hoffentlich gelingt es uns auch bald wieder!

Neben dem Eishockeyspieler gibt es natürlich den Privatmann Kevin Kraxner. Hier könnte ich euch viele positive Dinge berichten. Das würde aber den Rahmen meines heutigen Blog leider sprengen. Ich muss euch hier leider auf das nächste Mal vertrösten. So viel sei aber schon verraten: Meiner kleinen Familie (Nicole, Marcel und mir) geht es ohne Abstriche phantastisch.

Bis bald
Euer Kevin

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6 Kommentare

  1. RicSTERN

    hey!
    Ich finde deinen Blog auch extrem gut und wie schon von anderen erwähnt gibt es immer wieder eine kleine Durststrecke aber nach dieser is ein Sieg um so schöner!!Wünsch dir und der gesamten Mannschaft alles gute und viel drück euch die Daumen!!
    liebe Grüße aus Linz

  2. Markus75

    Hi Kevin,
    geiler Blog. BITTE ungebingt weitermachen!!!

    Verbrenne deine Schläger. Momentan hast kein Glück am Eis oder hebst du’s dir fürs PO aus?! ;)
    lg

  3. Blogleserin

    Hi, Kevin, super Beitrag.
    Sympathisch zu lesen.
    Wünsche deiner kleinen Familie weiterhin gute Tage.

  4. babsal

    hi kevin!
    kann heut leider nur vom krankenbett unterstützen - bin mental und via live-ticker voll dabei… mir blutet das herz, nicht live dabei sein zu können ;o)

    nicht nur bei einer hochzeit heißts: in guten wie in schlechten tagen ;o)
    also, heut eines mehr machen als die grazer und die welt schaut wieder anders aus :o)
    und wenn nicht, geht die welt auch nicht unter!

    schön zu hören, dass es euch 3 gut geht :o)

    toi toi toi,
    babsi

  5. Binchen1966

    Lieber Kevin!
    Ein gutes Team wie die Caps wird sich schon wieder erfangen und auch “die Holzbretter vom gegenerischen Tor” wegreissen, um wieder öfters den Puck versenken zu können.
    Wir unterstützen euch fast bei jedem Heimspiel und es ist toll zu sehen, mit wieviel Ernst aber auch Spaß und Freude ihr bei jedem Spiel dabei seid. Man spürt, dass diese Mannschaft etwas gemeinsam erreichen möchte und so soll es noch lange bleiben. Weiterhin viel Glück bis zum Meistertitel!

  6. Nina69

    Hi Kevin !

    Bitte nicht den Kopf hängen lassen, das Team ist in der Saison 09/10 echt gut. Die Caps haben bereits mehr als einmal bewiesen was in ihnen steckt. In den Play Offs werden die Caps allen beweisen, was machbar ist.
    Und die Fan´s pushen Euch sicher, so wie die Halle jetzt fast immer ausverkauft ist.
    Ich hoffe das ihr heute den Grazern zeigt wer der Hausherr ist.
    Ich bin dabei und werd Euch anfeueren bis die Stimme nachlässt und die Hände glühen.

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