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Gedanken zum Saisonstart

17.09.2010 | 4 Kommentare

Hallo liebe Eishockeyfreunde,

das erste Wochenende der Saison 2010 ist geschafft. Der Saisonstart ist in jeder Sportart sehr wichtig. Für uns lief es heuer nicht ganz so toll. Zeit für einen Blick hinter die Kulissen.

Ohne groß um den heißen Brei herumzureden. Wir haben die beiden ersten Spiele verloren. In Laibach hatten wir zu wenig Disziplin und gegen den KAC war es eine Mischung aus Pech – und, dass wir als Mannschaft keine gute Verteidigung gespielt haben. Natürlich wird schon jetzt von einigen Seiten wieder das Wort „Krise“ ins Spiel gebracht. Aber dem ist definitiv nicht so. Wir haben zwei Spiele verloren! Die Meisterschaft ist noch so lange. Es werden auch andere Teams zwei Partien am Stück nicht punkten. Also noch kein Grund zur Panik! Für uns stehen jetzt zwei Heimspiele auf dem Programm. Mit der Unterstützung unserer Fans werden wir das erste Wochenende (hoffentlich) rasch vergessen machen. Jetzt brauchen wir unseren sechsten Feldspieler – und ich bin mir sicher es wird in den beiden Spielen wieder extrem laut werden. Das ist der Kick den du nur durch das Heimpublikum bekommst und der dich weiter pusht. Schon jetzt ein herzliches Dankeschön für die tolle Unterstützung im Namen der Mannschaft.

Natürlich haben wir in den ersten beiden Spielen einige Schwächen gezeigt. Besonders im Verteidigungsverhalten als Team. 11 Gegentreffer waren eindeutig zu viel! Die Gründe waren zum Teil individueller Natur. Mal war es ein Eigenfehler – mal eine tolle Einzelleistung eines Gegners. Ich denke aber, dass wir als Mannschaft uns in der Verteidigung verbessern müssen. Wir gewinnen gemeinsam – wir verlieren gemeinsam. Wir haben mit Trainer Gaudet sehr hart gearbeitet. Die Meisterschaft wird nicht an einen Wochenende entschieden (eine abgedroschene Floskel, die aber richtig ist!). Wir wissen woran wir arbeiten müssen und lassen uns nicht verrückt machen.

Es ist heuer meine zweite Saison bei den Capitals. Die erste war ein sehr schönes Erlebnis für mich. Sportlich war das Ende nicht so schön. Menschlich war sie ein tolles Erlebnis für mich. Das Team hat mich ausgezeichnet aufgenommen und rasch integriert. Heuer ist es in der Kabine genauso. Wir sind wie eine Familie abseits der Eisfläche. Die Atmosphäre ist einfach großartig. Sie ist der Grundstein, dass wir bald wieder Spiele gewinnen werden. Wir haben keine Stars innerhalb der Mannschaft. Neid ist bei uns ein Fremdwort. Als Mensch Kevin Kraxner bin ich dankbar auch eine solche Erfahrung machen zu dürfen.

Es gab noch ein negatives Erlebnis in der Vorbereitung. Die schwere Verletzung von Josi Riener im Spiel gegen Straubing. In der Drittelpause haben auch wir Spieler das volle Ausmaß der Verletzung mitbekommen. Auch wenn wir es nie wirklich zugeben würden - wir waren beeindruckt. Josi hätte heuer eine gute Saison vor sich gehabt. Er hat sich sportlich super entwickelt und wäre ein wichtiger Teil unserer Mannschaft geworden. Ich möchte mich nicht an den Spekulationen beteiligen wie lange wir auf Josi verzichten müssen. Ich weiß, dass er sehr hart am Comeback arbeitet und so rasch als möglich wieder bei der Mannschaft sein will.
Über den Check wurde viel gesprochen und diskutiert. Einiges habe ich persönlich mitbekommen. Ich möchte mich daran aber nicht öffentlich beteiligen. Es ist passiert und jetzt gilt es, dass Josi wieder auf die Beine kommt. Die Phrase, dass wir Josi „unter die Arme“ greifen wäre in dieser Situation wohl eher schlecht gewählt.

Noch kurz zu mir. Nach dem Spiel gegen den KAC wurde ich gefragt wie wichtig mir meine zwei Assists gewesen wären. Sie sind völlig wertlos, weil wir verloren haben. Ich hätte die beiden Punkte gerne gegen zwei Punkte für die Mannschaft getauscht. Ich denke aber, dass ich im Moment nicht schlecht in Form bin. Ich bin völlig schmerzfrei. Mir macht Eishockey immensen Spaß. Jetzt wird es Zeit für uns Siege einzufahren! Ich hoffe der Mannschaft mit meinen Leistungen etwas dabei helfen zu können.

Häufig werde ich gefragt wie es dem kleinen Maurice geht. Hier kann ich euch nur positives berichten. Es geht ihm sehr gut. Er wächst und hat Hunger wie der Papa J. Ich genieße jeden Tag als Papa und stehe natürlich in der Nacht auf zum Flasche geben. Das zufriedene Gesicht meines kleinen Sohnes zu sehen ist für mich ein unbezahlbarer Luxus.

Abschließend muss ich zugeben, dass ich überrascht bin. Ich bin in den letzten Tagen von vielen angesprochen worden wann der nächste Blog kommt. Das Feedback hat mich teilweise sprachlos gemacht. Schon jetzt wieder ein herzliches Dankeschön für das zahlreiche Lesen und euer Feedback.

Bis bald

Euer Kevin

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4 Kommentare

  1. Hamburger Madels

    Moin moin,

    viele Grüße aus dem hohen Norden und Glückwunsch zu den tollen Siegen. Wir hatten ein super Wochenende in Wien bei Euch. Auch wenn wir Frankie und seine Tore natürlich sehr vermissen, freuen wir uns, dass er in einem so netten Team wie den Caps gelandet ist.

    Also, rockt die Liga weiterhin. Wir sehen uns!

    Servus
    die 3 Hamburger Madels!

  2. nina

    Hallo Kevin !

    Kopf hoch, die Tore und die Punkte werden schon kommen. Und die Fan´s werden Dir und Euch auch nach Niederlagen die Treue halten, da bin ich mir ganz sicher :)

    Hatte das Vergnügen den Maurice kurz bei der Saisoneröffnungsfeier von Icefire zu sehen - ein Wonnepropppen !!

    lg
    Nina

  3. Anonymous

    Gwinnts wieder Kevin. Moch woooooosss

  4. Anonymous

    Der Pass im KAC Spiel war ganz edel. Gott sei Dank last dich der Trainer mehr spielen. Weiter so!!

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