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Die Pause hat gut getan!

19.11.2010 | 3 Kommentare

Hallo liebe Eishockeyfreunde,

die kurze Ligapause ist vorbei. Die Jagd nach Punkten in der Erste Bank Eishockey Liga geht weiter. Bevor der Stress wieder einsetzt hatten wir vier Tage Zeit um Kraft zu tanken. Ich war daheim in der Steiermark und habe Freunde und Familie besucht. Ich liebe Wien – es geht aber nichts über die „Heimat“ - denn „daham ist daham“

In der vergangenen Woche habe ich eine kleine Verletzung am Arm perfekt auskurieren können. Meine erste minimale Verletzung in dieser Saison. Zugezogen habe ich sie im Spiel gegen Graz. Aber dank der Pause und einer „gesunden Portion“ Steiermark bin ich wieder absolut Schmerzfrei und bereit für neue Taten.

Sportlich haben wir in den letzten Spielen durchwachsen erfolgreich gespielt. Zuhause sind wir in der Tat eine Macht. Mit unseren Fans im Rücken sind wir nur sehr schwer zu besiegen. So haben wir auch die Graz 99ers besiegt. Es war ein verrücktes und emotionales Spiel aus meiner Sicht. In den entscheidenden Phasen des Spiels waren wir viel in Unterzahl. Aber am Eis haben wir einen grandiosen Job gemacht und den Grazern kaum Schussmöglichkeiten gegeben. Am Ende denke ich haben wir verdient gewonnen.

Ich bin oft auf mein Tor gegen die 99ers angesprochen worden in den letzten Tagen. Ob es für mich ein besonderes Gefühl gewesen wäre? Ehrlich gesagt habe ich in diesen Moment nicht an mein ehemaliges Team gedacht. Beim jubeln war mir nur bewusst, dass es ein wichtiges Tor für die Capitals ist. Das war für mich wichtig, weil wir dadurch etwas mehr Räume auf dem Eis hatten. Ob ich oder ein anderer die Tore macht ist völlig egal. Es zählt was wir als Mannschaft erreichen. Das persönliche Ego steht ganz hinten an.

Sportlich haben wir aber auch „leider“ ein Problem. Auswärts haben wir noch nicht die Form der Vorsaison erreicht. Wir analysieren die Lage sehr genau. Warum es uns aber nicht gelingt konstant auswärts zu punkten ist für uns etwas ein Rätsel. Wir spielen über weite Strecken sehr stark und sind teilweise sogar die bessere Mannschaft. Dann haben wir einige Minuten im Spiel wo jeder Fehler praktisch ein Gegentor bedeutet. Ich bin der Überzeugung, dass wir gemeinsam in den nächsten Spielen unseren „Auswärtsfluch“ ablegen können.

Kommen wir zur mittlerweile beliebten Rubrik „was macht der Privatmensch“ Kevin Kraxner? Zuerst die positiven Dinge. Wir haben daheim den Grippevirus vertrieben. Alle sind wieder gesund. Das hebt die Stimmung natürlich. In der kurzen Pause hatte ich viel Zeit für meine liebsten daheim. Das war für mich „positives Doping“. Ich habe Kraft getankt – der Akku ist voll. Auch wenn das Wetter jetzt winterlich wird ist meine Stimmung nicht so. Wenn es einen Menschen gut geht ist es kein Geheimnis diese Emotionen mit anderen zu teilen. Privat sind wir auf Wolke sieben. Maurice, Marcel, Nicole und meine Wenigkeit genießen das Familienleben.

Was wäre ein Mann ohne einer starken Frau? Nur die Hälfte wert! Nicole managt unser Leben grandios! Was ich wohl ohne sie geworden wäre? Mit Sicherheit nicht der glückliche Mensch der ich im Moment sein darf!!!!

Nach dem letzten Spiel konnte ich meine Fähigkeiten als Interviewgast verbessern. Die Fragen waren fair und interessant. Ich denke einige von euch werden beim Lesen des Interviews nicht wirklich überrascht sein. Das Thema Journalismus beginnt mich immer mehr zu interessieren. Als Spieler bekommst du es nicht immer mit. Aber Journalisten „bauen Interviews“ auf. Da gibt es ganz interessante Kniffe die ich noch nicht kannte. Aber keine Sorge liebe Freunde. Ich werde mich (hoffentlich) nicht in Floskeln flüchten! ;)

Abschließend noch ein kleiner Ausblick auf das kommende Wochenende. Am Freitag steigen wir wieder in den Bus. Es geht nach Ungarn zu SAPA Fehervar. Die Ungarn sind besonders daheim extrem stark. Es wird für uns ein hartes Stück Arbeit werden. Am Sonntag kommt Zagreb nach Wien. Die Qualitäten der Kroaten sind allseits bekannt. Jeden Beobachter der Liga ist klar, dass Zagreb wieder langsam in Fahrt kommt. Jeder schätzt die Kroaten als sehr stark ein. Neben einer starken Leistung auf dem Eis werden wir wohl auch wieder Unterstützung von den Rängen brauchen. Aber auch hier hat sich die ASH in den letzten Spielen als Hexenkessel erwiesen. Diese Unterstützung ist für uns in engen Momenten sehr wichtig. Dafür wieder stellvertretend für die Mannschaft ein herzliches Dankeschön!

Wie immer an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das zahlreiche Lesen und euer Feedback. Bis bald

Euer Kevin

Vienna Capitals

Interview auf Vienna.at

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3 Kommentare

  1. Asi

    Hey Kevin,
    super, dass es zuletzt auch endlich auswärts geklappt hat. Und ich schließe mich Nina an und sag Glückwunsch dem ganzen Team zu den letzten Siegen und zu den 3 Toren von dir in Jesenice. Echt super!!! Du kannst echt stolz auf dich sein…

    Übrigens: beim letzten Spiel am 28.11. gegen den VSV hab ich wieder mal ein paar gute Schnappschüsse von dir gemacht. Guckst du:
    http://hockey.punkysworld.at/ebel10/gdspiel15/gdf0061.php
    http://hockey.punkysworld.at/ebel10/gdspiel15/gdf0084.php
    http://hockey.punkysworld.at/ebel10/gdspiel15/gdf0091.php
    Gefallen dir die Bilder? Sind doch echt gut gelungen, oder??

    LG Asi

  2. nina

    Hallo Kevin !

    Es funktioniert ja doch, 5 Siege in Folge und 3 Tore von Dir in Jesenice. Glückwunsch!

    lg
    Nina

  3. Martin Schiller

    Hallo Kevin!
    Ich kann mich an ein Spiel letztes Frühjahr in Salzburg erinnern und da waren ein paar Rosenheimer dabei.
    Damals waren sich einig dass in Rosenheim die Sache mit “das Runde ins Eckige” besser funktioniert hat.
    Es freut mich aber zu sehen dass es auch in Wien richtig gut mit den Toren läuft!

    LG von Schilli dem Optimisten!

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