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Saisonende – Aus der Traum!

08.02.2011 | Keine Kommentare

Die letzten Stunden waren für mich alles andere als einfach. Während meine Teamkollegen am Eis stehen bereite ich mich auf eine Operation vor. Die Saison ist vorbei – aus der Traum von der Play-off – vorbei der Traum vom Finaleinzug! Besonders bitter ist, dass wir zuerst gedacht haben die Verletzung ist nicht so schlimm. Aber so ist das Leben nun mal.

 

Ich bin jetzt nicht der große medizinische Experte. Ich kann euch nicht sagen, was das Verletzungsbild genau ist. Der Teamdoktor hat mir gesagt, dass ich etwa drei Monate flachliege.

Eine Diagnose wie ein Keulenschlag. Die ersten Momente danach waren sehr bitter. Aber so ist das Leben. Am Dienstag werde ich operiert und dann gilt es hart zu arbeiten. Denn die neue Saison kommt bestimmt.

 

Ihr werdet euch sicher fragen, wie die Capitals reagiert haben. Eines kann ich euch sagen, jeder war geschockt. Egal ob Trainer Gaudet, Manager Kalla oder meine Mitspieler. Allgemeiner Tenor war, dass es ihnen sportlich und menschlich Leid tut. Wir sind ein Team. Nein wir sind eine große Familie. Egal ob im Büro oder auf dem Eis.

Die Stimmung war natürlich getrübt aber - tja so ist das Leben – so ist der Sport! Es kann leider nicht immer die Sonne scheinen!

 

Ihr fragt euch, ob ich auf meinen Gegenspieler böse bin. Ich weiß das klingt komisch und kitschig aber das ist der Sport. Verletzungen passieren einfach. Niemand weiß warum und weshalb. Aber sie sind ständiger Wegbegleiter. Egal ob im Profi- oder im Breitensport. Natürlich ist es bitter – aber hey, es gehört einfach dazu. Daher bin ich weder sauer oder habe negative Emotionen. Niemand foult einen Gegenspieler absichtlich und schon gar nicht mit Verletzungsabsicht. Dinge passieren am Eis und wir wissen, dass wir eine Sportart ausüben  die eben eine Vollkörperkontaktsportart ist.

Es gibt Menschen denen es schlimmer geht. Jüngst ist jemand in meinem Umfeld böse erkrankt. Zugegeben ist meine Verletzung sehr bitter aber diesen Punkt führe ich mir immer vor Augen. Es geht mir trotzdem gut – anderen geht’s deutlich schlechter als mir.

 

Nach der Operation schlüpfe ich in die schwersten Rollen meines Lebens. Der geduldige Patient und der Eishockeyfan! Leider habe ich wenig Geduld wenn ich verletzt bin. Ich bin viel zu gerne am Eis aktiv. Das ich die nächsten Wochen die Jungs „nur“ von der Tribüne unterstützen kann tut mir weh. Aber die Burschen sind gut drauf. Die Mannschaft wird rocken und weit kommen. Ich bin vollends überzeugt – die Capitals werden heuer noch erfolgreich spielen. Wir haben die Qualität um weit zu kommen.

 

Im Viertelfinale werden wir höchstwahrscheinlich Heimrecht haben. Das wird wichtig für uns. Warum? Wir haben den besten sechsten Mann der Liga. Unsere Fans sind ein ganz entscheidender Faktor. Ihr habt uns heuer schon einige Punkte gerettet. In den letzten Spielen war ein Trend in Richtung „Play-off-Form“ auch beim Publikum zu erkennen. Die Mannschaft braucht euch – aber was schreibe ich. Ihr wisst es und werdet auf den Rängen Gas geben. Und ob ich „ruhig“ dasitzen werde? Also das kann ich niemanden versprechen ;)

 

Saisonende bedeutet aber nicht Saisonende für meinen Blog. Ich werde euch immer wieder Updates geben wie es aussieht und wie mein Stand ist!

 

Abschließend möchte ich mich bei einigen Menschen bedanken. Bei all denen die mich angerufen haben oder mir Mails geschickt haben. Das waren sehr, sehr viele Menschen. Aber nicht nur aus dem Großraum Wien. Viele Fans und Freunde aus dem In- und Ausland haben an mich gedacht. Das war rührend und aufbauend für mich. Ein Wort sagt alles aus was ich sagen möchte: DANKE!

Jeder einzelne von euch ist ein Gewinn für mein Leben.

 

Bis bald

 

Euer Kevin

 

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