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Kleine Updates zwischendurch

01.03.2011 | Keine Kommentare

Hallo liebe Eishockeyfreunde,

 

seit meinem letzten Blog sind wieder einige Tage ins Land gezogen. Zeit für ein kleines Update.

 

Die Operation am rechten Knie habe ich gut überstanden. Laut den Ärzten war sie ein voller Erfolg. Die Saison ist trotzdem leider vorbei. Jetzt stampfe ich mit Schiene durch Wien – ein Alptraum! Wer aber denkt, dass es für mich langweilig wird, der irrt gewaltig. Fünf Tage pro Woche ist Oberkörpertraining angesagt. Um das verletzte Bein kümmert sich das Therapeutenteam sogar sechs Tage in der Woche. In etwa drei Monaten sollte ich wieder fit sein. Schade nur, dass wir dann kein Spiel haben.

 

Nach der Operation bin ich etwas nervös geworden. Nicht aufgrund möglicher Komplikationen. Denn fünf Tage danach hatte ich einen sehr aufregenden Termin vor der Brust. Ich durfte als Taufpate für den kleinen Nico agieren. Sehr gute Freunde haben mich für diese Aufgabe auserkoren und es war mir eine große Ehre sie durchführen zu dürfen. Als Taufpate übernimmst du durchaus auch Verantwortung – auf die ich mich sehr freue.

Für mich war es mehr als nur eine willkommene Ablenkung zur Verletzung. Die Momente an denen die Verletzung „unwichtig“ ist, sind rar. Die Augenblicke wo ich rein Privatmensch bin genieße ich. Obwohl es dreht sich neben meiner Familie im Moment alles um eines – fit werden! So schnell wie möglich!

 

Sonst kann ich euch privat keine besondere Neuigkeit berichten. Alle gesund und langsam freuen wir uns auf den Frühling. Wie bei euch auch wird es langsam nervig. Es wird wieder Zeit, dass es wärmer wird.

 

Natürlich haben die Jungs - ohne meine Wenigkeit - weiter Eishockey – und das ausgezeichnet - gespielt. Rang drei nach dem Grunddurchgang ist aufgrund der vielen Verletzten schon eine tolle Leistung der Mannschaft. Wir waren im Laufe der Saison praktisch nie vollzählig. Die Jungs haben in den letzten Spielen ausgezeichnete Leistungen abgeliefert.

Für mich ist es alles andere als einfach. Ich sitze sehr nervös auf meinem Platz. Es juckt einfach und ich will hinunter. Ich weiß die Jungs packen das – aber ich will ihnen einfach helfen. In Heimspielen hat die Mannschaft also 6 ½ Männer. Neben dem besten sechsten Mann der Liga (unseren Fans) schreie ich was die Lunge hergibt.

Aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich bald wieder aufs Eis darf.

 

Im Viertelfinale haben wir es mit den Graz 99ers. Für mich als Steirer wäre es sicher etwas Besonderes geworden. Jetzt ist die Verletzung doppelt bitter. Natürlich ist der Verletzungsteufel heuer ein Spielverderber. Ob dieser „böse Wicht“ uns am Ende den Finaleinzug kostet? Ich kann es euch nicht sagen. Die Jungs sind aber heiß. Die Mannschaft ist noch enger zusammen gerückt. So hoffen wir die Ausfälle weiter zu kompensieren. In den Playoff werden Spieler über sich hinauswachsen. Ich habe da bei uns einige „Kandidaten“ denen ich vieles zutraue.

Ich glaube die Mannschaft kann heuer alles erreichen. Warum? Weil die erwähnte Einstellung innerhalb der Mannschaft für uns spricht. Ich weiß, dass die anderen ebenfalls gutes Klima innerhalb der Truppe haben. Bei uns ist es aber anders! Der Saisonverlauf hat uns sehr eng zusammengeschweißt. Egal ob auf dem Eis oder abseits davon. Ich weiß ihr habt das schon oft gehört oder gelesen. Aber es ist einfach ein schönes Gefühl zu merken, dass jeder für den anderen da ist. Auch privat! Kein Verletzter ist aus der Mannschaft. Natürlich läuft der Schmäh auch auf die Kosten von uns „angeschlagenen“. Aber das ist normal und gut so!

 

Also ab Sonntag läuft sie – mit der 5. Jahreszeit im Eishockey. Zeit für Riten und andere Dummheiten. Bärte werden wachsen. Shakehands und Verabschiedungen wird es erst zum Ende der Serie geben um nur die häufigsten zu nennen. Für diese Spiele trainieren wir den ganzen Sommer. Dafür fließt viel Schweiß, Blut und auch die eine oder andere Träne. Ab jetzt gibt es keine Schmerzen mehr. Es gibt nur noch ein Ziel – den Meistertitel.

Also ab jetzt gilt es – Daumen halten und die Jungs lautstark unterstützen. In einer „best of seven“-Serie ist alles möglich. Hoffen wir mal, dass die Glücksgöttin nach Wien schaut. Nach dem Verletzungspech hätten wir es (zumindest aus meiner Sicht) uns mehr als nur verdient.

 

Wie immer an dieser Stelle ein herzliches Danke an „alle da draußen“. Ich habe vor und nach der Operation so viel Zuspruch bekommen. Das hat mir sehr gut getan und den Schmerz doch einigermaßen gelindert.

Ich weiß, dass euch mein Blog Spaß beim lesen bereitet. Ich hoffe, dass es mir auch heute wieder gelungen ist.

 

Bis bald,

 

Euer Kevin

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